Seevögel gegen Raubkatzen
"The puck is faster than a player skates", diese alte Hockey-Weisheit wurde heute den Albatrossen aus Lyss schmerzhaft bewusst, aber dazu später mehr. Die Panthers reisten heute Vormittag zum Season Opener gegen den SC Albatros in die Seelandhalle zu Lyss. Der Coach hatte für dieses Spiel eine schlagkräftige Truppe aus dem immer kleiner werdenden Pool an gesunden Spielern aufgeboten. So gaben heute gleich drei Spieler ihr Bärner-Cup Debüt im Dress der Panthers. Das Ziel war klar, als Aufsteiger wollte man eine erste Duftmarke in der neuen Liga setzen und dementsprechend motiviert betraten die Panthers das Eisfeld.
Von der ersten Minute an waren die Berner Raubkatzen physisch und psychisch präsent. So preschten die Panthers bereits im ersten Einsatz kraftvoll in das Drittel der Gegner und kamen zu ersten Abschlüssen. Da der Coach auf drei ausgeglichene Linien zurückgreifen konnte, wurden die "Röhrennasen" (Ornithologische Einordnung von Albatrossen) bereits im zweiten Einsatz von unserem slowenischen Neuzugang bezwungen. Ab diesem Moment donnerte die Panthers-Maschinerie durch die Reihen der Tintenfischfresser wie die Emme nach einem Sommergewitter durch das Räbloch. Kein Stein blieb mehr auf dem anderen bei der gegnerischen Abwehr, so dass sich die Panthers am Ende mit einem sechs zu null Vorsprung in die erste Drittelspause verabschiedeten.
Das zweite Drittel begann wie das erste endete. Bully gewonnen, Puck zugespielt, kurzer Sprint ins gegnerische Drittel, satter Schuss, Tor!!! Nun waren die Panthers nicht mehr zu bremsen. Es gab nun zwar ein, zwei Strafen, primär aber gegen die Seevögel und so spielten sich die Panthers in einen Rausch. Egal ob fünf, vier oder drei Gegner auf dem Eis standen, die Panthers zerzausten sie mit ihrem schnellen Lauf- und Passspiel und schoben Tor um Tor nach. Nun hatten die Panthers den Albatrossen endgültig die Flügel gestutzt. Aber ausgerechnet in dieser Phase konnten sich zwei Gegenspieler lösen und kreierten die gefährlichste Chance für ihre Farben (zu diesem Zeitpunkt möglicherweise erst der zweite Schuss auf das Panthers Tor). Doch dank einem aufmerksamen Schlussmann und dem beherzten Einsatz der Verteidiger konnten die Panthers die Null in die letzte Pause mitnehmen, zum Pausenstand von vierzehn zu null.
Und auch das letzte Drittel war eine Kopie der vorgängigen beiden. Die Panthers versorgten in regelmäßigen Abständen die Scheibe hinter dem gegnerischen Schlussmann, so dass manche Spieler bereits Krämpfe in den Händen vom häufigen Abklatschen nach den Toren kriegten. Am Ende besiegten die Panthers die Seevögel aus Lyss verdient mit zweiundzwanzig zu null, durch Tore von 12! unterschiedlichen Spielern. What a result!!!Aber in aller Euphorie über den hohen Sieg, muss der Chronist doch noch den Mahnfinger heben. Den die Panthers gingen teilweise fahrlässig mit ihren Chancen um. So wurden X Schüsse aus bester Position mitten auf den Torhüter oder neben das Tor abgegeben. Möglicherweise sind die Panthers bereits im nächsten Spiel gegen die Vultures froh, finden diese auch den Weg ins Netz.
Nichts desto trotz freuen wir uns nun auf das Training morgen, es gibt zwei Mal Bier durch die Stängelischützen Wüst und Schär und nicht zu vergessen das Geburtstagsbier unseres Lieblings-Züpfengesicht. Na dann Prost…