, Wüst Dominik

Pond Hockey ds Huttu

Diesen Sonntagabend durften wir ein Freundschaftsspiel auf Einladung der Capital Grizzlys in Huttwil bestreiten. Da scheinbar das Nationale Sportzentrum Sonntagabends nicht von allen handelsüblichen Navigationsgeräten gefunden wird, durfte der Coach genau zwei Linien und einen Torhüter in der Garderobe begrüssen. Unserem Gegner ging es dabei nicht anders und so durften auch sie ein paar neue Gesichter in ihren Farben begrüssen.

Wer nun erwartete, dass die sonnabendliche Angelegenheit ein intensiver Schlagabtausch zweier Ligakonkurrenten wird, wurde bereits früh enttäuscht. Vielmehr entwickelte sich ein Spiel, das an ein Pond Hockey Game erinnerte. So lag der Schwerpunkt beim heutigen Spiel primär auf der Skating Technik, dem Passspiel und den Stickhandling Fähigkeiten der Panthers und nicht auf dem Körperspiel. Dieser Umstand kam den Spielern zugute, da nicht alle im Vollbesitz ihrer Kräfte waren, sei es wegen popligen Krankheitserregern oder dem drei zu eins Sieg der Young Boys.

Bereits von Beginn weg flitzte die Scheibe für die Panthers über das Eis. Die Pässe fanden grösstenteils ihr angepeiltes Ziel und die Laufwege der Stürmer rissen Löcher in die Reihen des Gegners. Das erste Drittel spielte sich beinahe ausschliesslich vor dem Tor der Grizzlys ab. Dennoch blieb bis zur fünfzehnten Minute ein Torerfolg aus. Erst als Alain Dublerov eine links, rechts Hacke mit einem trockenen Snap Shot abschloss, war der Bann gebrochen. Die Grizzlys konnten zwar umgehend reagieren, aber der Panthers Express hatte nun Fahrt aufgenommen und bis zum Drittelsende konnte das Score auf drei zu eins erhöht werden.

Im zweiten Drittel entwickelten die Panthers eine wahre Spielfreude. Der Puck fand meistens einen Panther und wenn ausnahmsweise nicht, dann war sicher einer in der Nähe, der den Zweikampf freudig annahm. Die Überlegenheit zeichnete sich im Gegensatz zum ersten Drittel auch auf der Anzeigetafel ab. So konnten die Panthers im zweiten Spielabschnitt ihr Score auf neun zu zwei erhöhen. Wobei ein Tor schöner erspielt war als das andere. Besonders hervorzuheben ist dabei eine tolle „No look“ Passstafette von unserem gestrigen ersten Block. So passte Ädu Schärlindros die Scheibe backhand zu Alain Dublerov, der diese gefühlvoll hinten durch auf den Chronisten weiterleitete, welcher nur noch einschieben musste.

Zu Beginn des dritten Drittels zeigte sich, dass angeschossene Grizzlys nicht ganz ungefährlich sind. Die Scheibe war kaum eingeworfen und schon hatten sie zwei Tore erzielt. Es sollte aber bei diesem kurzen Intermezzo vor unserem Tor bleiben. Die Panthers erholten sich zackig von diesem Dämpfer und konzentrierten sich wieder auf das zielstrebige Eishockey des zweiten Drittels. Auch in diesem Drittel konnten diverse hockeytechnische Leckerbissen betrachtet werden. So hämmerte unser Neuzugang Alain Bonnebault den Puck in regelmässigen Abständen auf und in das Tor. Ja, teilweise waren wir sogar verschwenderisch mit unseren Chancen. So gelang Marcel Vogtsson im Torraum das Kunststück, den Puck hinter dem Torhüter durch, der Torlinie entlang, irgendwie ins nirgendwo zu schicken. Auf einer Showbühne in Las Vegas würde er für diesen Zaubertrick sicher einen anständigen Batzen kriegen, bei den Panthers durfte er dafür jede Menge Kommentare seiner Mitspieler geniessen.

Am Ende durfte die einzige Panthers Supporterin in Huttwil aber einen diskussionslosen vierzehn zu fünf Sieg der Panthers bejubeln. Als Dank für ihren Support offerierten die Panthers nach dem Spiel ein „Meet and Greet“ mit ihrem Lieblingsspieler, welches sie hoffentlich genossen hat.  

Nun gilt es den Blick wieder nach vorne auf das Halbfinalspiel in vierzehn Tage zu richten und mit zwei guten Trainings die Grundlage für einen weiteren Panthers-Erfolg zu legen.