, Wüst Dominik

24 Punkte

Heute konnten die Panthers das Dutzend vollmachen. Heisst im zwölften Spiel den zwölften Sieg herausholen. Dazu versammelten sich zwölf Panthers (muss wohl ein Zeichen der Hockeygötter sein) in der Sauna zu Biel. Auch wenn unsere Sympathien nicht zwingend auf Seiten der Tschernobieler liegen, müssen wir zugeben, dass die Seeländer ein wahres Schmuckstück in die Industriebrache zauberten. Klar, man kann bezüglich der Architektur der Garderoben oder den Beschriftungen in den Katakomben eine differenzierte Meinung haben, aber die Beleuchtung des Eisfelds und die Atmosphäre waren durchaus ansprechend und demnach die perfekte Bühne für die Erreichung des eingangs erwähnten Ziels.

Der Start ins Spiel verlief endlich wieder einmal wie aus einem Guss. Die Panthers konnten von Beginn weg mit rasant vorgetragenen Angriffen die Ice Wolves unter Dauerdruck setzen. Leider fehlte teilweise die Präzision im Abschluss. Aber durch konsequentes Nachhaken zirkulierte die Scheibe weiterhin im gegnerischen Drittel und die Panthers versuchten ihre Abschlusstechnik weiter zu verfeinern. Nachdem wir dem Schlussmann der Ice Wolves das intensivste Torhütertraining seiner Karriere besorgt hatten, sorgten wir von nun an für Ekstase in den Reihen unserer zahlreich erschienen Fans (der parteiische Chronist hat mindestens neun gezählt). Glücklicherweise funktioniert die Zentralheizung der Tissot Arena vorzüglich, ansonsten wäre unser Torhüter in dieser Phase des Spiels wohl einem fürchterlichen Erfrierungstod zu Opfer gefallen. Aber am Ende des ersten Drittels hatten wir vier, teilweise wunderschön erspielte Zähler auf der Anzeige und zwölf gut gelaunte Panthers konnten die erste Drittels Pause in Angriff nehmen.

Das zweite Drittel war anfangs eine Fortführung des Vorangegangen. Die Panthers umtanzten die gegnerischen Spieler und die Scheibe fand in regelmässigen Abständen den Weg ins Tor. Als sich die dargebotenen Pirouetten, Rittberger und Twizzles langsam einem ersten Höhepunkt näherten, passierte das Unfassbare. Ein Stürmer nach dem anderen glitt aus, stolperte oder schlitterte übers Eis und die Scheibe kullerte auf die Kelle eines Wolves. Ausgerechnet in diesem Moment verkantete Hubi in der neutralen Zone beim Versuch einen dreifachen Rittberger mit integrierter Todesspirale aufs Parkett zu legen. Es folgte was wir unbedingt verhindern wollten, wir kassierten einen Gegentreffer. Dennoch beendeten wir das zweite Drittel äusserst erfolgreich mit dem Zwischenresultat neun zu eins.

Das dritte Drittel ist relativ kurz zusammengefasst. Panthers haben Spass, Panthers schiessen weitere fünf Tore (ob vier oder fünf ist noch Gegenstand von Diskussionen). Sinnbildlich für die heutige Teamleistung soll die Punkteausbeute unseres Coaches hervorgehoben werden. So umkurvte er die gegnerischen Reihen mit seinem unwiderstehlichen Speed und zeigte sich für vier Tore und drei Vorlagen verantwortlich. Am Ende stand entweder ein dreizehn oder vierzehn zu eins für die Panthers auf der Anzeigetafel.

Somit beenden die Panthers die Qualifikation ohne Verlustpunkte auf dem ersten Platz und können nun den Fokus voll auf die anstehenden Playoffs legen.