Nachdem die Panther das letzte Meisterschaftsspiel aufgrund akutem Spielermangel absagen mussten, konnten sie heute für das Auswärtsspiel immerhin zwei Linien stellen. Zu Gast waren sie beim legendären SCB Fanclub, welcher gerade eine schwierige erste Saisonhälfte durchlebt.
Der Start der Panther in die Partie war alles andere als optimal. Nicht aus spielerischen Gründen, sondern aufgrund miserabler Vorbereitung unserer Nummer 99. Er hat zwar keinen «Pouillot» gemacht (das war glaubs so 2016, noch im Trikot der Meisterschaftslosen), aber nicht fahrtüchtige Schlittschuhe anzuziehen ist doch durchaus ein halber «Pouillot». Somit mussten die Mannen in Gelb in der Startphase auf ihren besten Scorer verzichten, da dieser durch die heiligen Hallen hastete und einen fähigen Mann suchte der ihm schnellstens die Schlittschuhe schleifte. Dieses kleine Intermezzo hatte höchstens einen kleinen Einfluss auf den Energiehaushalt der verbleibenden Panther, aber nicht auf ihre Spielfreude. Auch mit einem Verteidiger auf der Centerposition und einem weiteren auf dem Flügel zappelte nach ein paar Minuten die Scheibe im Netz. Druck aufs Tor, ein guter Schuss, Abpraller und eine schnelle Reaktion gehören zum kleinen Hockey einmal eins der Panther. Dennoch verpassten die PFler die Chance ihre zahlreichen Möglichkeiten in etwas Zählbares umzumünzen. So dauerte es beinahe zehn Minuten bis der nächste Treffer gelang zum Pausenresultat von null zu zwei für die Panther.
In das zweite Drittel starteten die Raubkatzen mit einem Powerplay, welches durch den wieder fahrfähigen Topscorer ausgenutzt wurde. Die Panther kombinierten und agierten heute sowieso äusserst souverän. Dabei durften sie auf einer sehr soliden Defensive aufbauen. Die beiden Verteidigungslinien arbeiteten die gegnerischen Stürmer konsequent aus der Gefahrenzone und verhinderten beinahe sämtliche Abschlussversuche des SCB Fanclubs. Zusätzlich funktionierte das Aufbauspiel aus dem eigenen Drittel hervorragend. Mittels zwei, drei präzisen Pässen brachten sich die Panther mit Speed in die gefährliche Zone und suchten den erfolgreichen Abschluss. So nahmen die Erfolgserlebnisse im zweiten Drittel zu, dennoch muss die Chancenauswertung als der unrühmliche Tintenklacks im Zeugnis genannt werden. Doch auch so resultierte am Ende des zweiten Drittels ein sechs zu null für die Panther.
Im dritten Drittel nahm beidseitig die Intensität leicht ab. Gelegenheitszuschauer würden diesen Umstand auf die knappe Anzahl Spieler bei den beiden Mannschaften zurückführen. Ich als erfahrener parteiischer Chronist, kann das ausschliessen. Immerhin ist mir die konditionelle Leistungsfähigkeit beider Mannschaften bestens bekannt, so basiert die Duracell-Hasen Werbung, wie ja jeder weiss, auf der legendären Kondition der Panther. Nein, es lag vielmehr an der Spielunterlage. Aufgrund der gewaltigen Abreibung und der fehlenden Eisreinigung nach dem zweiten Drittel (aus Zeitgründen), konnte die Scheibe einfach nicht mehr in der gleichen Geschwindigkeit übers Eis rutschen. Aber auch dieser Umstand, hinderte die Raubkatzen nicht den Score weiter zu erhöhen. Leider konnten sie die weisse Weste ihres Schlussmannes nicht sauber halten und so gelang zehn Minuten vor Schluss dem SCB Fanclub der verdiente Ehrentreffer. Am Ende durften sich die Panther sogar über ein zukünftiges Freibier freuen, da das zehnte Tor noch fiel. Dieses erzielte ein Bündner, was somit wohl zu Calanda Pfütze am Gaumen führt, was dann wieder die Freude über den Treffer schmälert. Wie sagt man so schön Glück im Spiel, Pech im Bier.
Am Ende darf notiert werden SCB Fanclub vs. EHC PostFinance Panther eins zu zehn. Wir bedanken uns ganz herzlich bei unseren zahlreich mitgereisten Fans und freuen uns nächsten Sonntag bei unserem Heimspiel wieder auf solche Unterstützung zählen zu dürfen.
Für die Panthers: Reinhard, Basic, Müller, Weder, Hubacher, Winkler, Jegerlehner, Dubler, Wüst, Hauswirth, Thompson