Eine historische Niederlage
Auch heute durften die Panther wieder zwei neue Spieler im Line-up begrüssen. Da unser Topscorer im letzten Spiel mit einem gebrochenen Finger ausgefallen ist, musste heute sein Bruder Säschu die Schlittschuhe binden. Den eine Mannschaft ohne einen Müller ist nur eine halbe Mannschaft und die spielerische Qualität scheint in dieser Familie in den Genen zu liegen. Neben Säschu zelebrierte heute Mr. Ghetta zum ersten Mal seine Kunst in den heiligen Hallen. Nachdem er Jahrelang in Luzerner Eishallen die Gegner schwindlig spielte, konnte ihn unser Sportchef (der einzige, er ist so gut, dass er keinen Untersportchef benötigt) mit einem lukrativen Mehrjahresvertrag in die Hochburg des gepflegten Eishockey Spiels lotsen. Liebe Hockey-Berner, man staune, scheinbar belasten Luzernern das Ausländerkontingent nicht. Aber aufgrund der Sprachbarriere hat sich nun definitiv Englisch als Garderobensprache durchgesetzt.
Doch zurück zum Spiel, der parteiische Chronist wurde heute Zeuge einer intensiven und rasigen Partie auf Augenhöhe. Die beiden Mannschaften legten eine hohe Lauffreude an den Tag und liessen den Puck bis in die gegnerischen Zonen rotieren, wo aber der Raum knapp wurde. In harten aber fairen Zweikämpfen erarbeiteten sich die Teams kleine Freiräume um rasch in den Abschluss zu gehen. Richtig Gefahr kam vor allem auf, wenn aufgrund kleiner Fehler zu viel Raum entstand. Zwei solche Situationen wurden im ersten Drittel eiskalt von den Ice Eagles ausgenutzt. Auf der anderen Seite haderten die Panther mit ihrer Chancenauswertung. Entweder fehlte es an der nötigen Präzision oder der sehr gut positionierte Schlussmann der Eagles verhinderte ein Erfolgserlebnis.
Im zweiten Drittel dominierten die Raubkatzen das Spielgeschehen zeitweise. Eine solche Druckphase führte zum Anschlusstreffer. Leider konnten die Ice Eagles postwendend die zwei Tore Führung wiederherstellen. Dieser Treffer hinterliess bei den Panther Spuren, der parteiische Beobachter musste feststellen, dass der Kopf zwar gewillt, aber der Trainingsrückstand noch zu gross war. Auf einmal spielten die Panther überhastet, liessen sich unter Druck setzen und verloren die Präzision in ihrem Passspiel. Gleichzeigt wurde offensichtlich, dass die Trainings-Zwangspause der letzten Monate zu Defiziten im Positionsspiel führte. Die Banden wurden nicht mehr gehalten, das Forechecking nicht konsequent durchgezogen und im Spielaufbau einander zu wenig geholfen. Da erstaunt es nicht konnten die Ice Eagles noch vor Drittelspause zum Nackenschlag ansetzen und ihren vierten Treffer erzielen.
Das letzte Drittel kann der parteiische Chronist mit einem Wort zusammenfassen: Augenpest!!! Immerhin sahen die Zuschauer noch je ein Tor und bei den Panthern stimmte die Lauffreude, aber alles andere war einfach irgendwie nicht gut genug. Nichts desto trotz freut sich der parteiische Chronist auf das Rückspiel gegen die Ice Eagles. Bis dahin werden einige Trainingseinheiten in den Beinen und Abläufe optimiert sein, so dass die Panther die Punkte zurück nach Bern holen. Aber heute ist er einfach angepisst.
Für die Panther: Hermann, Reinhard (Ersatz), Thompson, Hubacher, Winkler, Jegerlehner, Basic, Ghetta, Weder, Müller, Dubler, Wüst, Riecicky, Streit