, Der parteiische Chronist

Wir sind zurück, Baby!!!

Mit einer Saison Verspätung durften die PostFinance Panther an diesem sonnigen Sonntag zum ersten Mal in der Clubgeschichte in der höchsten Spielklasse des Interhockey Bärnercups das Eis betreten. Der geneigte Leser könnte nun vermuten, dass die Panther für ein solches Highlight mindestens drei Garderoben benötigen, da die ganze Truppe dabei sein möchte. Aber falsch gedacht, die Panther haben sich durch ihren heroischen Trainingsfleiss im individuellen Sommerfitness Programm brutal dezimiert, so dass heute eine halbe Garderobe ausreichte. Aber auch beim Gegner, der NMS Cobras hätten durchaus noch ein paar Spieler Platz gefunden. Drum an dieser Stelle einen parteiischen Gruss in die beiden Lazarette, dass die Lücken bald geschlossen werden.

Doch nun zum Spiel. Nebst dem eingangs erwähnten historischen Moments, durfte der Chronist heute zwei neue Gesichter im Line-up der Panther beobachten. Einerseits durfte Kusi sein Debüt im Tor für die Panther geben. Ich persönlich frage mich ja, wie er den mächtigen Hippster-Bart in seiner Maske unterbringt, ohne, dass er aufgrund Sauerstoffmangels oder fehlendem Durchblick in die Knie geht. Auf der anderen Seite gab Pascal auf der stürmischen Aussenbahn seinen Einstand. Er sorgt nun dafür, dass die Panther im Schnitt wieder ein bisschen gewachsen sind und Gewicht gewonnen haben (gut Gewicht haben wir so oder so gewonnen). Aber das wichtigste ist, er hat nebst dem Vorwärtsgang auch einen Rückwärtsgang und das ist definitiv eine Bereicherung für unsere talentierte Truppe.  

Diesen Rückwärtsgang konnte er gleich zu Beginn mal austesten. Die Cobras starteten lustvoll in das Spiel und zeigten, dass sie heute über sämtliche (zwei) Linien ihr lauffreudiges Spiel zelebrieren möchten. Doch die Panther fanden an diesem schönen Herbstabend auch zügig den Weg in ihr Tempo Hockey und so entwickelte sich bereits in den Anfangsminuten eine unterhaltsame Partie. Dabei zeigten sich die Raubkatzen defensiv äusserst Systemtreu und offensiv ziemlich effizient, was nach den Geschichten aus dem Trainingslager nicht zu erwarten war (der Chronist hat aufgrund ärztlichem Rate bezüglich der schädlichen Wirkung von alkoholischer Konservierung der inneren Organe auf das Trainingslager verzichtet). Dank der konsequenten Arbeit in der Defensive kamen die Cobras selten in gute Schusspositionen und wenn doch mal eine Scheibe den Weg aufs Tor fand, neutralisierte sie Kusi. Insbesondere die Sturmlinie um Stephu, Fipu und Domen vermochte im ersten Drittel Akzente zu setzen und so stand nach zwanzig Minuten ein Drei zu Null für die Panther auf der Matchuhr.  

Das Spiel blieb auch im zweiten Drittel äusserst attraktiv und nun fanden auch die Cobras Wege die Defensive und Kusi zu umgehen. Auf der anderen Seite nahm aber die offensive Maschinerie der Panther nun richtig Fahrt auf und brachte die gegnerische Verteidigung im Minutentakt in Bedrängnis. Die Anzeige auf der Matchuhr zeigte kontinuierlich einen Anstieg der geschossenen Tore. Leider korrelierte diese Zunahme direkt mit der Abnahme der Sauerstoffsättigung des parteiischen Chronisten, so dass er zwar ein wohlig wattiges Gefühl im Gesicht hatte, aber das Spiel nur noch im Trance mitkriegte. Daher sind die Erinnerungen an das zweite und letzte Drittel sehr vage, dafür mit bunt gefärbten Fabeltieren angereichert. Mit Sicherheit kann er sagen, dass der neutrale Spielleiter, einen sehr guten Job gemacht hat. Die Panther schlussendlich gewonnen haben und der parteiische Chronist irgendwie schwebend vom Spielfeld in die Garderobe, unter die Dusche und nach Hause gekommen ist.  

Lange Rede kurzer Sinn oder was man so am Ende eines Spielberichts auch sagt. Den Panther gelang ihr Einstand im Bärnercup hervorragend. Sie besiegen die Mannen der NMS Cobra klar mit Zwölf zu Fünf. Go Panther!!!  

Für die Panther: Reinhard, Steiner, Thompson, Hubacher, Winkler, Jegerlehner, Müller, Weder, Basic, Streit, Dubler, Wüst