, Der parteiische Chronist

Spitzenkampf am See

Samstagabend tausende Zuschauer pilgern in Neuenburg Richtung Maladière. Der parteiische Chronist staunt, ein solches Interesse am Spitzenkampf der Gruppe B im Interhockey Bärner-Cup zwischen dem EHC Kerzers und den PostFinance Panther hätte er nicht erwartet. Da die Patinoire du Littoral aber ein bisschen hinter dem Stade de Maladière versteckt liegt und gleichzeitig ein unbedeutendes “Tschuttimätschli” stattfand, ließen sich viele Zuschauer fehlleiten und so fanden nur die wirklich Ortskundigen und Connaisseure den Weg in die Eishalle. Diese sollten aber nicht enttäuscht werden.

Die Panther legten los wie die F/A 18 Kampfstaffel, wenn die Österreicher einmarschieren würden. Innerhalb der ersten fünf Minuten wurde die Schallmauer nicht nur durchbrochen. Nein, die wurde sogar pulverisiert und in kleinste Moleküle zerlegt. Das hohe Tempo, dass die Panther vorlegten, verursachte dem EHC Kerzers richtiggehend Mühe. So entstanden nun des öfteren freie Räume vor dem gegnerischen Tor, die die Panther konsequent besetzten. Dieses nachsetzen gepaart mit den ureigenen Todessternfähigkeiten der Panther führte kurzerhand zur eins zu null Führung. Kurz darauf folgte ein weiterer Beweis wie schnell die Panther den roten Weltenzerstörerknopf drücken können und so zischte ein weiterer vernichtender Laserstrahl von der blauen Linie direkt ins Netz der Fribourger. Zu diesem Zeitpunkt hätte auch die erfahrenste Lustsklavenhalterin noch lernen können wie man ein Spiel richtig dominiert. Da von Zuckerbrot und Peitsche nur Peitsche zur Lehrstunde gehörte, knallten die Mannen aus Bern noch einen dritten Rahmen ins Kästchen der Orangen.

Das erste Drittel halte noch langsam in den Köpfen nach und schon raste der Panther Express wieder los. Knappe zehn Sekunden nach Wiederanspiel vollzogen die Stadt Berner das berühmte “Kiefer knallt runter” Manöver und schon zappelte die Scheibe hinter dem Schlussmann. Nun folgte leider eine eher konfuse Phase. Ob es daran lag, dass die Unparteiischen kurz ihre Linie verloren hatten oder weil sich die Panther zu Undiszipliniertheiten hinreissen liessen ist eine Huhn Ei Frage und dementsprechend schwierig zu beantworten. Die Konsequenz daraus waren aber zwei Überzahltore der Fribourger und das erstmalige erreichen eines lupenreinen Morant (4 Strafen innerhalb 10 Minuten) durch unsere Nummer 8. Herzliche Gratulation!!! So sichert man sich die MSP Trophy (Most sitting Player)! Nichts desto trotz, die Panther fanden nach diesem kleinen Intermezzo sofort zurück in ihr schnörkelloses Spiel. Doch Tore wollten in diesem Drittel keine mehr fallen.

Der Start ins dritte Drittel stand demjenigen ins zweite Drittel in nichts nach. Es war noch keine Minute gespielt, da hüpfte die Scheibe bereits wieder hinter der Torlinie fröhlich auf und ab. Medizinisch betrachtet war das ein klassischer Genickbruch. Von nun an lief die Kür. Der EHC Kerzers versuchte zwar zu reagieren, es gelang ihnen noch der dritte Treffer. Aber die Panther zogen konzentriert und lustvoll ihr Tempohockey weiter durch. Plötzlich gab es Chancen im Sekundentakt, den die Kraft war nicht mehr bei den Jungs aus dem grossen Moos. Einen solchen Schwäche Moment nutzten die Stadt Berner zur Siegsicherung und kurz darauf setzten sie noch den standesgemäßen Schlusspunkt zum drei zu sieben. 

Die anwesenden Zuschauer kriegten einen intensiven Spitzenkampf zu sehen, mit einem verdienten Sieger. Solche Spiele machen Lust auf die nächsten Partien. Den nun sind die Panther alleiniger Tabellenführer.

Tore für die Panther: 2x #13 Jegi, 1x #5 Winkler, 1x #8 Dubler, 1x #17 Joss, 1x #99 Basic, 1x #88 Wüst