, Der parteiische Chronist

Spiel gegen die befrackten Gradmesser des Klimawandels

Heute war nichts mit saftigem Sonntagsbraten, glasierten Karöttchen und Stampfkartoffeln zu Mittag. Nein!! die Panther durften nach einem freien Wochenende endlich wieder die Schlittschuhe binden und zwar während den klassischen Haberstunden. Zu Besuch waren heute die Frackträger aus Seedorf. Ein uns unbekannter Gegner, der eher verhalten in die Saison gestartet ist, aber was heisst das schon (der Tiger ist nach verhaltenem Start auch vor dem CB in der Plauschliga NL platziert).

Die Panther konnten heute wieder auf eine ansprechende Spielerbank zählen und mit drei Blöcke antreten. Das Ziel war klar, den nummerischen Vorteil gegenüber den zwei Blöcken der Pinguine von Beginn weg auszuspielen, indem das Tempo hochgehalten wird. Wie jeder National Geographic Verfolger weiss, auch Pinguine nehmen anständig Fahrt auf wenn sie sich bäuchlings die Hänge runterstürzen und so entwickelte sich eine rasige Rutschpartie mit leichten Vorteilen für die Stadt Berner. Es dauerte aber bis endlich was Brauchbares zustande kam, dafür dann aber mit anständig Schmackes im Abschluss. So riss Bifu nach gut neun Minuten im ersten Drittel dem anstürmenden Pinguin die Makrele aus dem Schnabel, fletschte auf dem Weg übers ganze Spielfeld so fürchterlich mit den Zähnen, dass die restlichen vier Pinguine um ihr Leben fürchteten und knallte schlussendlich das Fischchen mit solcher Wucht unter die Latte, dass es durch die Maschen Sushi gerecht portioniert auf Eis serviert wurde. Der Damm war gebrochen… Nun legten die Panther im Minutentakt nach und fütterten das gegnerische Gehäuse mit vier weiteren Fischköpfen. Leider fällt in solchen Phasen immer wieder auf, dass die Raubkatzen in der Euphorie vergessen das eigene Tor zu verteidigen und so gelangen den Frackträgern auch zwei Treffer. Wobei der Zweite besonders hervorgehoben werden sollte. Dieser wurde dem anstürmenden Pinguin so akkurat und mit höchster Leidenschaft auf die Kelle gelegt, dass dem parteiischen Chronisten wiedermal bewusstwurde, dass der Jegi ja die Hotelfachschule abgeschlossen hat und mit jedem Gen ein glänzender Gastgeber ist. Glücklicherweise, ist unser Canadian Sledgehammer eher der Typ Timberjack und rächte Jegis Einladung zur Tee Party sogleich wieder zum Pausenstand von sechs zu zwei. Der parteiische Chronist bedauert aber zutiefst, dass er aufgrund der fahrigen Verteidigungsleistung am Montag nicht in den Genuss des Herminators Backkünste kommt.  

Im zweiten Drittel führten die Panther ihr Tagwerk nahtlos weiter. Man war zwar in der Rückwärtsbewegung noch immer ein bisschen fahrig, da das Forechecking gefühlt mit fünf Mannen betrieben wurde. Die Taktik mit dem Ausspielen des nummerischen Vorteils begann sich nun aber auszuzahlen. Die Weissbäuche kamen immer seltener ins Panther Drittel und so musste sich der Herminator primär mit Weitschüssen auseinandersetzen. Auf der anderen Seite kamen die Panther im Minutentakt zu guten Chancen und daher erstaunt es nicht erhöhte sich der Panther Score stetig. Auch die Strafminuten nahmen langsam zu. Leider auch bei den Stadt Berner. Der, gemäss Statuten, oberste Panther nutzte aber ein solches Unterzahlspiel aus. Er luchste dem herumirrenden Pinguin die Scheibe ab und zog in seinem gemächlich schnellen Stil ins gegnerische Drittel wo per Zauberhand der verteidigende Pinguin die Orientierung verlor und netzte zu seinem ersten persönlichen Hattrick diese Saison ein. Das war der Schlusspunkt im zweiten Drittel zum Zwischenresultat von elf zu zwei.  

Im dritten Drittel durfte auch unser Canadien Sledgehammer seinen ersten persönlichen Hattrick diese Saison verbuchen. Dies mit einem halb verhungerten Schuss der unterwegs auf irgendeine Art höchste Präzision erreichte und passgenau zwischen Pfosten und Schoner des Schlussmanns durchpasste. Leider war das auch der letzte Treffer der Partie den nun wurde das Spiel unglaublich statisch. Nämlich so statisch, dass wenn die Erdrotation abhängig von der Geschwindigkeit des Spiels wäre, die Menschen am Äquator aufgrund der Massenträgheit durch die rapide Abbremsung der Geschwindigkeit sicherlich zehn Kilometer parallel zur Erdoberfläche hinausgeflogen wären (danach wohl leider auch wieder zurück). Glückicherweise, für die wiedermal zahlreich erschienen Zuschauer, wurde das Spiel mit zunehmender Entschleunigung auch ein bisschen ruppiger. Der parteiische Chronist kann nicht genau sagen, ob die schwindende Lebensgrundlage der Pinguine aufgrund des Klimawandels oder aufgestaute persönliche Differenzen, die sich während dem Spiel entwickelt haben, der Auslöser waren. Aber der Austausch von kleinen Präsenten prägte die letzten Minuten des Spiels. Dabei darf erwähnt werden, dass die beiden Schiedsrichter das Geschehen sehr gut im Griff hatten und so kühlten sie die involvierten Rüppelchen mal kürzer, mal länger ab. Am Ende stand ein klarer zwölf zu zwei Sieg für die Panther auf der Matchuhr und die Kassiere beider Clubs erfreuen sich ab der Zunahme im Strafenkässeli.