, Der parteiische Chronist

Finale wir kommen

Im Gegensatz zur National League trotzen die Mannen im Interhockey Bärner Cup der allgemeinen Viren Verunsicherung und so fand am heutigen Sonntag in Burgdorf der Playoff Halbfinal zwischen den PostFinance Panther aus Bern und den Eibe Giele aus Heimiswil statt. Wer die Spiele während der Qualifikation bereits verfolgte, wusste das dies eine spannende Affiche sein wird.
 
Bereits bei der Begrüssung wurde den Panther klar, dass den Eiben Giele heute der Tank nicht ausgehen würde. Gefühlt fünfzig Heimiswiler standen auf der blauen Linie, somit war die Lauffreudigkeit der Panther gefordert. Und die Eiben Giele preschten von Beginn weg nach vorne. Die Panther schienen in den Anfangsminuten völlig überfordert mit der Intensität der Gegner. Daher erstaunt es nicht, eröffneten in der sechsten Minute die Nadelhölzer das Score. Dieser Treffer brachte die Panther noch mehr aus dem Konzept. Es ist nicht so, dass sie keine Torchancen gehabt hätten, aber sie scheiterten entweder an den leidenschaftlich kämpfenden Heimiswiler, dem hervorragend aufspielenden Schlussmann oder ihrem eigenen Unvermögen. In der zwölften Minute brillierten die Panther erneut mit unsäglichem Positionsspiel, was eiskalt zur zwei zu null Führung ausgenutzt wurde. Darauf folgte eine Reaktion vom Coach, Timeout und Konsolidierung seiner treffsichersten Stürmer. Von nun an spielten die Panther nur noch mit zwei Linien und siehe da, postwendend gelang den Panther der eminent wichtige Anschlusstreffer zum eins zu zwei Pausenstand.
 
Das zweite Drittel startete mit einem Weckruf, im ersten Einsatz, mit dem ersten Angriff gelang den Stadt Bernern der Ausgleichstreffer. Nun entwickelte sich das Spiel zu einem offenen Schlagabtausch. Die beiden Mannschaften gingen nicht gerade schonend mit ihren Ressourcen um und Laufduelle, Zweikämpfe wie auch Abschlüsse wurden konsequent zu Ende geführt. Im Vergleich zur Intensität des Spiels ist die «The Fast and the Furious» Filmreihe wie ein gemütlicher Schlumpfengeburtstag am Sonntagmorgen. In der vierundzwanzigsten Minute tankte sich wieder mal eine Eibe durch die Verteidigungslinien der Panther und schlenzte die Scheibe zur erneuten Führung ins Tor. Im Anschluss konnten die Panther während mehreren Minuten in Überzahl ihr Glück suchen. Leider fanden es die Panther nicht, nein noch viel Schlimmeres geschah und die Panther mussten den ersten Shorthander in dieser Saison zum zwei Tore Vorsprung der Eiben fressen. Aber ein richtiger Panther weiss, scheint die Eibe noch so mächtig, Husqvarna hat sicher eine mächtigere Kettensäge! Und siehe da, mit dem richtigen Werkzeug, in diesem Fall unermüdlicher Kampf, fällt auch eine tausendjährige Eibe. Innerhalb zweier Minuten egalisierten die Mannen aus Bern den Vorsprung der Eiben zum vier zu vier Pausenresultat.
 
Zu Beginn des dritten Drittels wurde nochmals kräftig Kettenöl nachgefüllt, denn die Maschine war nun endlich warmgelaufen. Die Panther erhöhten die Drehzahl und die Eibe geriet ins Wanken. Innerhalb von vier Minuten wurden die Wurzelanläufe beschnitten, der Fällkerb gesetzt und der Fällschnitt bis auf das Sicherheitsband ausgeführt. Die Panther führten sieben zu vier. Die Eiben Giele stemmten sich nochmals gegen das drohende Umfallen, doch die Stadt Berner hielten dagegen. Endlich funktionierte die Spielphilosophie fünf nach vorne, fünf nach hinten. Trotzdem schlichen sich zwischendurch kleine Unachtsamkeiten ein, die den Eiben immer wieder Auftrieb gab. Eine solche Situation führte zu einer Kuriosität. Die Panther erzielten den Anschlusstreffer zum fünf zu sieben für die Heimiswiler gleich selbst, ohne dass sie bedrängt wurden. Doch auch nach solchen Momenten zeigten die Mannen in Gelb eine solidarische Verteidigungsleistung, die mittels rasch ausgeführten Kontern die aufgerückten Verteidiger in Grün zeitweise ins Schwimmen brachte. Ein solcher, schnell lancierter Konter führte zur Durchtrennung des Sicherheitsbandes und siehe da, die Eibe fiel punktgenau und die Panther bejubelten den Finaleinzug dank dem acht zu fünf Sieg.
 
Der parteiische Chronist darf resümieren: The Journey of the Bear geht weiter… Am Samstag den 21 März findet das Finalspiel gegen die Oldies aus Lyss statt. Wir hoffen, dass wir auch dann wieder auf eine solch zahlreiche und lautstarke Unterstützung wie heute zählen dürfen und freuen uns bereits jetzt auf das letzte Spiel dieser Saison.