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Sturmböen in Bern

Der parteiische Chronist 10.02.2019

Heute empfingen die Panthers die bis dahin noch unbekannten Tigers zum zweitletzten Qualifikationsspiel. Nein, nicht die Tigers aus Langnau sondern die aus Grasswil. Nur so viel, sie standen bezüglich Kampfgeist dem grossen Bruder aus Langnau in nichts nach.

Die ersten zehn Minuten waren ein körperbetontes und laufintensives Abtasten. Beide Teams achteten darauf möglichst keine Fehler zu machen. Doch plötzlich löste sich bei den Panthers der Knoten und die erste Scheibe zappelte im Netz der Grasswiler. Nebst schnell ausgeführten Angriffen, besetzten die Panthers die schmerzhaften Zonen im gegnerischen Drittel, sämtliche masochistischen Neigungen wurden ausgelebt und belohnt. So “rutete” Vladi in kürzester Zeit mit der Eleganz eines zwei Meter Hünen die Scheibe zweimal ins gegnerische Gehäuse, zum Pausenstand von vier zu null für die Panthers.

Nach einer kurzen Teepause ohne Tee rockten und rollten die Panthers wie die Windböen vor dem Stadion über die Grasswiler. Würden Windkraftanlagen entlang des Eisfelds stehen, wären die Züge der BLS wohl aufgrund der kurzzeitigen Überspannung ins Wallis geflogen. Shift für Shift trieben die Panthers den Gegner vor sich her und bauten ihre Führung weiter aus. Aber kein Spiel ist perfekt und so musste auch unser Schlussmann zwischendurch hinter sich greifen. Dennoch ging es mit einer neun zu zwei Führung in die letzte Pause.

Das letzte Drittel unterschied sich nur marginal vom zweiten. Der aufmerksame Zuschauer bemerkte, dass die Intensität langsam nachließ, was der Anzahl Tore aber keinen Abbruch tat. Die Panthers spielten weiterhin erfrischend direkt aufs gegnerische Tore und ließen den Grasswilern auf der anderen Seite genug Raum um unseren Schlussmann zu prüfen. Nach sechzig Minuten war das Verdikt klar und die Panthers Sturmböen hinterließen einen vierzehn zu fünf Sieg.

Somit haben die Panthers den Weg zurück auf die Erfolgsspur gefunden. Viele kleine Dinge haben heute zusammengepasst, ein paar Wenige gibt es zu verbessern. Es gilt nun den Blick nach vorne zu richten und sich konzentriert auf das Rückspiel nächste Woche vorzubereiten. Da scheinbar eine gewisse Lockerheit der Schlüssel zum Erfolg ist, freuen wir uns auf die unzähligen Kisten Bier, die uns unser Coach morgen ins Training bringen wird, damit wir sie konzentriert vernichten können…