, Der parteiische Chronist

Abschluss der Qualifikation mit Libellen

Heute begrüssten die PostFinance Panther den SC Libellen zum letzten Qualifikationsspiel dieser Saison. Mit dem Wissen, dass dieses Spiel keinerlei Auswirkungen mehr auf die Tabelle haben wird, trafen die beiden Mannschaften am frühen Morgen in der PostFinance Arena ein und freuten sich darauf die Beine ein wenig zu vertreten. Man weiss ja nicht wie lange wir dank Covid-19 noch raus dürfen. Aber bezüglich dieser Gefahr dürfen wir die werten Leser beruhigen. Die PF Panther haben in der Krise bewiesen, dass sie ein vorbildlicher Club sind und die erwarteten 1002 Zuschauer vorgängig persönlich per Telefonkette informiert. Daher ging es dem erfolgreichen Berner Club wie dem weniger erfolgreichen SCB und wir durften nur Funktionäre ins Stadion lassen. Daher war die Zuschauerkulisse heute nicht vergleichbar wie in den vorangehenden Spielen. Aber auch die paar Anwesenden wollten unterhalten werden.
 
Auch mit Covid-19 im Nacken wollten die Panther ihre Ungeschlagenheit diese Saison unbedingt beibehalten und dementsprechend setzten sie die Libellen von Beginn weg unter Druck. Es waren noch keine drei Minuten gespielt, da lagen die Panther bereits mit zwei Toren in Front. Leider gingen die Mannen in Gelb danach teilweise fahrlässig mit ihren Chancen um, was wahrscheinlich ein bisschen der fehlenden Brisanz der Partie geschuldet war. So dauerte es beinahe bis zum Drittelsende bis endlich wieder eine Hartgummischeibe den Weg ins Tor fand. Und die Libellen? Ja, die waren auch anwesend, aber primär in ihrem Drittel. Die einzig aufsehenerregende Szene im ersten Drittel der Fluginsekten ereignete sich ungefähr in der Mitte des Drittels, als ein fehlgeflogenes Exemplar seine Rute mit einem Hackebeil verwechselte und unserer Nummer 18 einen zweiten Handballen unter den Handschuh zauberte. Es sei hier erwähnt, dass das Spitalmännchen in Weiss glücklicherweise «nur» einen ausgerenkten Finger und nicht einen gebrochen diagnostizierte. An dieser Stelle wünscht der parteiische Chronist fröhliches Finger kühlen Stefu, auf das du schnellstmöglich wieder Scheiben streicheln kannst. Somit endete das erste Drittel drei zu Null für die Panther minus ein Spieler.
 
Das zweite Drittel startete mit einer sagenhaft abgeklärten Aufbauleistung seitens der Panther Verteidigung. Ein nonchalantes Pässchen an das eigene Tor durch den ersten Verteidiger, gefolgt von einem leistenknackenden Spagat des zweiten, mit dem Ziel den eigenen Schlussmann schwungvoll von den Beinen zu holen und möglichst auf den Rücken zu drehen, führte zur einmaligen Chance für die Libellen das Hartgummiding durch das Abwehrbollwerk der Panther zu bringen. Und siehe da, der Anschlusstreffer war Realität. Somit hatten die Libellen ihre Sternstunde für den heutigen Tag, den von nun an lief die Panther Maschinerie warm. Die nächsten neunzehn Minuten waren Einbahneishockey der Sonderklasse. Die mutigen Libellen, die sich den Stadt Berner in den Weg stellten, mussten sich vorkommen wie Fahrrad fahrende Geisterfahrer während einem Tourenwagen Rennen. Die Panther knallten ihnen die Scheiben links, rechts, oben und unten um die Ohren, wobei Geschwindigkeit heute nicht mal der entscheidende Faktor war. Viel wichtiger war Präzision, ohne die hätte man wohl die eine oder andere Libelle von der Frontscheibe kratzen müssen oder den einen oder anderen Treffer nicht erzielt. Am Ende des zweiten Drittels hatten die Panther ihren Vorsprung um weitere elf Tore zu einem formidablen dreizehn zu eins Pausenstand ausgebaut.
 
Das dritte Drittel war wieder mal ein verkürztes, da die Zeit davonrannte. Ehrlicherweise kam es beiden Parteien entgegen, den so konnten sie noch den schönen Sonntagsresten geniessen. Trotz der verkürzten Spielzeit setzten die Panther nochmals fünf Dinger ins gegnerische Kästchen. Dabei muss aus Sicht des Chronisten das achtzehnte Tor besonders erwähnt werden. Den das war eine fehlerlose Slalomfahrt unserer Nummer 68 bei doppelter Unterzahl, also unter erschwerten Bedingungen. Für nicht Hockeykenner ein solches Tor ist in etwa vergleichbar mit einem Sieg am Chuenisbärgli, nachdem man mit zwei Sekunden Rückstand in den zweiten Lauf gestartet ist und beim ersten Tor noch einen Ski verliert, der beim wegspicken die Skibrille derartig verkratzt, dass man nur noch ein fiktives Höhenrelief vor Augen hat. Kurz gesagt, ein ziemlich cooles Tor zum Schlussstand von achtzehn zu eins für die Panther.
 
An dieser Stelle möchten wir euch den Playoff Halbfinal gegen die Eiben Giele aus Heimisbach ans Herzen legen. Dieser findet nächsten Sonntag um 11:15 in der Localnet Arena in Burgdorf statt. Die Panther würden sich freuen zahlreiche Supporter (aber nur gesunde) vor Ort zu begrüssen.